Die Bergischen Top-Ten

Die bestverkauften Regionaltitel im Bergischen Land.
Oktober/November 2017

(Quelle: Bergischer Bote, Ausgabe 5/2017/Okt./Nov.)

Lesestoff für die Region

Pressebericht aus „Der Bergische Unternehmer 05/17“

REMSCHEID KANN NICHT NUR WERKZEUG, SONDERN AUCH BÜCHER. SEIT 2012 IST DER BERGISCHE VERLAG AM MARKT UND WIDMET SICH IN ERSTER LINIE BELLETRISTIK, BILDBÄNDEN UND SACHBÜCHERN MIT REGIONALEM BEZUG. „WIR FANDEN, DASS ES ZU WENIG TITEL ÜBERS BERGISCHE LAND UND SEINE MENSCHEN GAB. ALSO VERFOLGEN WIR DAS KLARE ZIEL, BUCHTITEL FÜR DIESE REGION ZU ENTWICKELN“, ERKLÄRT VERLAGSLEITER THOMAS G. HALBACH.

Dabei stemmt ein kleines Team eine Menge Arbeit. Von der Ideen- und Autorensuche über Layout und Herstellung bis hin zum Vertrieb reicht die Palette der Aufgaben. Konzept und Strategie indes gingen auf, inzwischen hat sich der Bergische Verlag mit erfolgreichen Titeln einen Namen gemacht. Die Wiege des Erfolgs lag in der Zusammenführung der verlegerischen Aktivitäten der Buchhandlung R. Schmitz aus Remscheid-Lennep, der Buchhandlung Hackenberg aus Wermelskirchen, der Bergischen Buchhandlungen aus Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth und dem Buchverlag des Remscheider Generalanzeigers - allesamt Unternehmen mit langer Tradition. Das breite Spektrum mache die Arbeit so spannend, hebt Thomas G. Halbach hervor. Als Vorsitzender des Bergischen Geschichtsvereins ist er gut vernetzt und hat einen genauen Blick auf interessante Themen mit historischem Kontext. Es gibt inzwischen eine Reihe von Romanen, die an unterschiedlichen Orten in der Vergangenheit des Bergischen Landes spielen. In dieser Sparte haben Thomas Halbach und seine Mitarbeitenden eine Reihe von Autoren entdeckt und bekannt gemacht, die sich einer wachsenden Fangemeinde in und zunehmend auch außerhalb der Region erfreuen.

AUF MODERNEN WEGEN ZU DEN LESERN

Genauso werden immer wieder Firmengeschichten herausgegeben. Dazu werden unter Begleitung von Historikern die Archive der betreffenden Unternehmen aufgearbeitet. Dann gibt es Bücher, die das Leben und Werk berühmter Bergischer in den Mittelpunkt stellen. Wie etwa Pina Bausch oder Wilhelm Conrad Röntgen, dessen Qualitäten als Fotograf in den Fokus gerückt wurden. In diesem Kontext erreicht der Verlag mit limitierten, besonders aufwändig herausgegebenen Vorzugsausgaben ebenso sein Publikum. Zum Portfolio gehören gleichermaßen optisch ansprechende und informativ aufbereitete Bildbände, wie etwa zu den Bauerngärten im Bergischen Land oder dem Mythos Schloss Burg. Zum Fahrplan des Unternehmens zählt eine ausgeklügelte und moderne Vertriebsstrategie. Konsequent hat man in den letzten Jahren die eigenen Buchhandlungen grundlegend modernisiert, zuletzt in Lennep. „Unsere Kunden wissen, wie die Läden in Köln oder Düsseldorf aussehen. Da dürfen wir nicht zurückstehen“, erklärt der Verlagsleiter. Rund ein Drittel der Produktion werde über die eigenen Buchhandlungen vermarktet. Der Rest läuft übers Direktgeschäft bzw. über den Großhandel. Selbstredend gibt es einen Online-Shop und verschiedene Titel sind als E-Book zu haben. „Die Henkerin von Köln“ zum Beispiel, ein Erfolgsroman des Remscheider Autors Peter vom Falkenberg, verkaufte sich bereits über l.700 Mal als digitale Version. „Trotzdem wollen immer noch viele Leser ein Buch in der Hand haben“, weiß Christiane Rahrbach, die mit dem Vertrieb und dem Marketing betraut ist und auch das mehrfach im Jahr erscheinende „Löwenmagazin“ verantwortet. Damit werden die Leser direkt angesprochen und über Neuerscheinungen und ihre Hintergründe informiert.

LEIDENSCHAFT FÜRS BUCH

Bei den zahlreich eingesandten Manuskripten schaue man genau, ob sie inhaltlich ins Programm passen. „Wir können nur bestehen, wenn wir uns mit unserer Arbeit auf unseren Markt konzentrieren“, hebt Halbach hervor. Dabei sei es immer eine Gratwanderung, einen marktfähigen Preis zu ermitteln. Wie bei jeder anderen Branche müsse eben auch im Verlagswesen die Kalkulation passen. Für das eine oder andere Projekt gibt es auch Drittmittel, „ohne die manche Publikation nicht erschienen wäre.“ Doch vor allem ist es die Leidenschaft fürs Buch, die Thomas Halbach und sein Team antreibt. Daraus entwickeln sich auch in diesem Jahr neue Ideen, mit denen man sich weitere Leserkreise erschließen will. „Ein Kinderbuch schwebt uns vor. Auch daran werden wir uns wagen“, kündigt der Verlagsleiter lächelnd an.

TEXT: STEFANIE BONA · FOTOS: GÜNTER LINTL