Detlef Vonde studierte von 1975 bis 1981 Geschichte und Germanistik an der Ruhruniversität Bochum sowie von 1981 bis 1986 Wissenschaftliche Weiterbildung an der Fernuniversität Hagen. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Von 1981 bis 1986 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Neuere Geschichte der Fernuniversität Hagen.
1987 promovierte er an der Fernuniversität Hagen bei Lutz Niethammer am Beispiel der Industriedörfer über Industrialisierung und Urbanisierung im Ruhrgebiet. Seine Studie über das „Revier der großen Dörfer“ beeinflusste eine Reihe historischer Arbeiten über die sozialen und ökologischen Kosten der Industrialisierun, die historischen Strukturen und Akteure der Stadtentwicklung im Ruhrgebiet sowie die Bedeutung der Stadtrechte in industriellen Ballungsgebieten. Zu seinen Mentoren zählte der Mediävist, Sozialhistoriker und Jazzmusiker Ludolf Kuchenbuch. Von 1986 bis 2020 war er Fachbereichsleiter für Politik, Geschichte, Umwelt an der Bergischen VHS Solingen/Wuppertal. Dort leitete und moderierte er u. a. mit der Politischen Runde eine seit 1961 bestehende Traditionsreihe der politischen Bildung in NRW. Detlef Vonde forscht und publiziert zur Urbanisierungs- und Sozialgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert sowie zur regionalen Kultur- und Bildungsgeschichte im Ruhrgebiet und im Bergischen Land. Zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels erschien seine Studie über dessen Rolle in der Revolution von 1848/49. Mit seinem Buch vom „Traum aller Träume“ legte er nicht nur eine Erinnerung an den utopischen Realisten in Sachen Urbanität, Sébastien Mercier vor, sondern auch das facettenreiche Mosaik mit Themen und Akteuren einer Geschichte der Urbanisierung in Europa. Seit 2015 ist Detlef Vonde Kolumnist der Westdeutsche Zeitung mit regelmäßigen Beiträgen zur (Wuppertaler) Geschichte.