Seit 125 Jahren prägt die Wuppertaler Schwebebahn das Bild der Stadt – ein technisches Meisterwerk, für viele alltägliches Verkehrsmittel und ein unverwechselbares Symbol weit über die Region hinaus. Zu Recht sind viele Wuppertaler stolz auf ihr so berühmtes und unbeirrbar durchs Tal schwebendes Verkehrsmittel. Will man diesen Stolz in die weite Welt tragen, findet man nun eine viersprachige Unterstützung dazu.
Der Bildband »Die Schwebebahn 1901–2026« von Autorin Katrin Adam und Fotograf Karl-Heinz Kamiz würdigt im Jubiläumsjahr die Geschichte des wohl wichtigsten Verkehrsmittels in Wuppertal, das täglich bis zu 85.000 Fahrgäste nutzen.
In Ihren Texten folgt Katrin Adam dem Verlauf der Bahn von West nach Ost und erzählt dabei nicht nur die Geschichte der Schwebebahn. Die Fotografien von Karl-Heinz Kamiz fangen die besondere Perspektive aus acht Metern Höhe ein: den Blick auf die Wupper, auf historische Fassaden, grüne Hänge und das pulsierende Leben darunter. Sie machen die Fahrt mit der Schwebebahn zu einem visuellen Erlebnis und lassen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen.
Die Schwebebahn wird in diesem Buch als lebendiger Teil des urbanen Lebens sichtbar – als verbindendes Element zwischen Stadtteilen, Generationen und Lebenswelten und das mit allen Hochs und Tiefs. So wissen bestimmt viele gar nicht, dass es vor 1999 bereits andere Unfälle gegeben hatte. Beispielsweise 1917, als durch einen Auffahrunfall ein Wagen in die Wupper stürzte. Oder 1968, als in Sonnborn ein Anhänger eines Lkws gegen Stützpfeiler 87 schleuderte, den Pfeiler aus der Verankerung riss und so das Gerüst auf die Straße stürzte. Wie durch ein Wunder kam damals niemand zu Schaden – der Schwebebahnbetrieb ruhte für 10 Wochen.