Pina
Bausch
Tanz kann fast alles sein
Sie war eine außergewöhnlichen Choreografin und prägte das moderne Tanztheater wie kaum eine zweite: Pina Bausch (1940-2009). Das Buch begibt sich auf eine Spurensuche, die nicht nur das Leben und Wirken der Künstlerin beleuchtet, sondern dabei auch die Essenz ihrer Vision für den modernen Tanz offenbart. Die Monographie gliedert sich vornehmlich in biografische Abschnitte, analytische Reflexionen und kontextualisierende Betrachtungen, die miteinander verschränkt eine vielschichtige Erzählung ergeben. Beginnend mit den frühen Jahren der Tänzerin ergründet das Buch die prägenden Einflüsse aus Kindheit und Jugend. Die Darstellung ihrer Karriere, insbesondere ihre Zeit am Wuppertaler Tanztheater, wird mit einem feinem Gespür für ästhetische Feinheiten und dramatische Höhepunkte nachgezeichnet. Besonders überzeugend ist die essayistische Tiefe, mit der das Buch Pina Bauschs unverwechselbare Choreografiesprache entschlüsselt. Tanz wird nicht nur als Bewegung, sondern als vielschichtiges Kommunikationsmittel verstanden, das Emotionen, Konflikte und Lebenswirklichkeiten auf eine einzigartige Weise übersetzt. Der Autorin Marion Meyer, Kunstjournalistin und Pressereferentin des Von der Heydt-Museums in Wuppertal, gelingt es, den Leser in die Dynamik der Stücke hineinzuziehen, indem das vielschichtige Ineinandergreifen von Musik, Raum, Körper und Inszenierung herausgestellt wird. Es entsteht das differenzierte Bild einer Künstlerin, deren Lebenswerk Grenzen sprengte und zugleich Brücken baute - zwischen Tanz und Drama, zwischen persönlicher Erfahrung und einem universellen Verständnis für die menschliche Existenz. Illustrative Abbildungen und Zitate der Tanzkünstlerin vertiefen die Lektüre und lassen die Spuren einer der einflussreichsten Choreografinnen des 20. Jahrhunderts lebendig werden. red
Marion Meyer
Pina Bausch -
Tanz kann fast alles sein
243 S., Softcover, 103 Abb.,€ 26,95
Bergischer Verlag, Remscheid 2025
ISBN 978-3-96847-066-5