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Als das Bergische Land noch am Äquator lag
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Als das Bergische Land noch am Äquator lag

Die Entstehungsgeschichte des Bergischen Landes

von Sigurd Tesche, Michael Leja und Natali Tesche-Ricciardi

Die Entstehungsgeschichte des Bergischen Landes begann vor rund 400 Millionen Jahren ...
... im Unterdevon. Der Nordrand des Superkontinents Gondwana war zerbrochen, aus unzähligen Fragmenten entstand ein neuer Großkontinent: Laurasia. Dessen Südküste verlief in der Zeit des Unterdevons quer durch das Bergische Land. Vor etwa 390 Millionen Jahren stieg der Meeresspiegel an und überflutete den Südrand des neuen Kontinents. In diesem flachen Meeresbecken entstand ein Korallenmeer wie in der Südsee, in dem Urwale, Urhaie, Ammoniten und Seelilien lebten.

Im Laufe weiterer Jahrmillionen setzten sich Meeressedimente ab, mächtige Gesteinsschichten, die vom nahen Kontinent eingeschwemmt wurden. Der Remscheid-Altena-Sattel, die Lüdenscheid-Mulde, der Ebbe-Sattel oder die Attendorn-Mulde sind Zeugnisse dieser sedimentierenden Korallenriffe. Der Kalkstein dieser urzeitlichen Riffe ist heute ein begehrter Rohstoff im Bergischen Land. Die Atterhöhle z.B. ist Teil eines solchen urzeitlichen Riffs. Vor etwa 300 Millionen Jahren kollidierten die beiden Kontinente, Gondwana und Laurasia, und das Varistische Faltengebirge entstand. Das Bergische Land liegt im Bereich einer großen Gesteinsfalte. In der Folge wurde das Varistische Gebirge durch Erosion bis auf den Gebirgsrumpf des Rheinischen Schiefergebirges abgetragen. Auch der Remscheider Sattel gehörte dazu. Und so kommt es, dass im Faltenrumpf heute die ältesten Gesteine und Fossilien zutage treten. Endlich können sich die Leser eine Vorstellung davon machen, wie das Bergische Land durch die Jahrmillionen wanderte und zu dem wurde, was es heute ist.

3/2012, 1. Auflage
192 Seiten
gebunden
30,5 x 23,0 cm
978-3-940491-22-0